Eine hierarchische Gesellschaft

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist eine Gesellschaft von Priestern mit gemeinschaftlichem Leben ohne Gelübde. Wie jede priesterliche oder religiöse Gemeinschaft ist sie hierarchisch organisiert.

Alle zwölf Jahre wird ein Generaloberer gewählt. Ihm stehen bei der Leitung der Gemeinschaft zwei Assistenten beratend zur Seite.

Die Regionen der Welt, in denen die Bruderschaft präsent ist, sind in Distrikte und autonome Häuser eingeteilt, an deren Spitze Obere ernennt werden.

Die Seminare oder Ausbildungsstätten für künftige Priester werden ebenfalls einem Oberen anvertraut.

Die Distrikte oder autonomen Häuser selbst umfassen Priorate, Niederlassungen, in denen mehrere Priester, Brüder, Schwestern oder Oblaten leben.

Alle Mitglieder der Bruderschaft sind somit einer hierarchischen Ordnung verpflichtet: Generaloberer, Distriktoberer oder Regens, Prior usw., und jedes Mitglied unterwirft sich durch die Aufnahme in die Bruderschaft und durch sein Gehorsamsversprechen freiwillig dieser Hierarchie nach den Regeln, die durch das Kirchenrecht und die Statuten der Bruderschaft gegeben sind.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. unterhält auf vier Kontinenten sechs internationale Seminare. Im Jahr 2014 umfasst sie vierzehn Distrikte und zwei autonome Häuser, in denen sie in ihren Prioraten einen pfarreiähnlichen Dienst ausübt und zahlreiche Werke unterhält: Dritter Orden, Seelsorge, Exerzitienhäuser, Schulen, höheres Schulwesen, Seniorenheime, öffentliche Gesundheitseinrichtungen und Missionen, barmherzige Werke.