Erzbischof Lefebvre ein Bischof im Widerstand

Missionar, Erzbischof von Dakar, Apostolischer Delegat des Heiligen Stuhls für das französischsprachige Afrika, Oberer der Kongregation vom Heiligen Geist, Mitglied der vorbereitenden Kommission des Zweiten Vatikanischen Konzils und schließlich Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X. – Marcel Lefebvre ist eine der großen Gestalten der Kirche.

Er bleibt in Erinnerung als jener Bischof, der sich gegen die neue Messe und gegen die Reformen des II. Vatikanums gestellt hat. Ein Blick auf sein Leben erklärt uns, warum er das tat.

Marcel Lefebvre wurde am 29. November 1905 in Tourcoing in Nordfrankreich als drittes von acht Kindern geboren. Die fünf ältesten Geschwister weihten Gott ihr Leben: zwei Priester und drei Ordensfrauen. Am Tag nach seiner Geburt wurde Marcel getauft. Er genoss eine tiefkatholische Erziehung im Schoß einer frommen Familie, die zum industriellen Bürgertum gehörte. Sein Vater leitete eine Wollspinnerei. Am 25. Dezember 1911 ging Marcel zur Ersten Heiligen Kommunion. Er wurde Mitglied des Eucharistischen Kinderkreuzzugs, Kreuzfahrer wurde er 1920.